Regenwürmer gehören zu den unscheinbarsten, aber wichtigsten Tieren unserer Umwelt. Sie leben im Verborgenen und leisten dort Erstaunliches für Boden, Pflanzen und das gesamte Ökosystem.
1. Regenwürmer sind echte Boden-Architekten
Regenwürmer graben weit verzweigte Gänge in die Erde – oft bis zu 2 Meter tief.
Diese Gänge belüften den Boden, verbessern die Wasseraufnahme und erleichtern Pflanzenwurzeln das Wachstum.
2. Unermüdliche Humus-Produzenten
Ein Regenwurm frisst täglich Erde und organisches Material (z. B. Laub).
Seine Ausscheidungen – der sogenannte Wurmkot – sind extrem nährstoffreich und verbessern die Bodenqualität deutlich.
Ein Boden mit Würmern ist meist fruchtbarer.
3. Regenwürmer sind Zwitter
Jeder Regenwurm besitzt sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane.
Trotzdem braucht er zur Fortpflanzung einen Partner. Beide Tiere tauschen Spermien aus und produzieren später kleine Kokons, aus denen die Jungwürmer schlüpfen.
4. Können Regenwürmer wirklich „nachwachsen“?
Ein verbreiteter Mythos: Regenwürmer wachsen komplett nach, wenn man sie teilt.
Fakt: Nur selten überleben sie eine Teilung – und wenn, dann regeneriert sich meist nur das Hinterende teilweise. Ein zweiter Kopf entsteht nicht.
5. Regenwürmer haben keine Augen, aber…
Sie können Licht nicht sehen, aber hell und dunkel unterscheiden.
Sie reagieren auch auf Erschütterungen, weshalb man sie nach Regen an der Oberfläche findet – Trommeln auf den Boden kann sie ebenfalls „hochlocken“.
6. Regenwürmer sind kleine Kraftpakete
Sie können ihr Eigengewicht bis zu 50-fach an Material bewegen – vor allem Erde und Pflanzenreste, die sie in ihre Wohnröhren ziehen.
7. Feuchtigkeit ist überlebenswichtig
Regenwürmer atmen durch die Haut.
Diese muss ständig feucht sein. Deshalb überleben sie Trockenheit schlecht und kommen bei Regen oft an die Oberfläche.
8. Unverzichtbar für das Ökosystem
Regenwürmer:
- verbessern die Bodenstruktur
- fördern das Pflanzenwachstum
- beschleunigen den Abbau von Biomasse
- erhöhen die Nährstoffverfügbarkeit
Ohne Regenwürmer wären viele Böden weit weniger fruchtbar.
9. Größe und Artenvielfalt
In Deutschland gibt es über 40 Regenwurmarten.
Die meisten sind zwischen 6 und 12 cm lang.
Der längste Regenwurm der Welt, der australische Megascolides australis, wird bis zu 3 Meter lang!
10. Regenwürmer haben fünf „Herzen“
Genauer gesagt besitzen sie fünf paarige muskuläre Blutgefäße, die herzähnlich pumpen. Ein kleiner biologischer Funfact, der Regenwürmer so besonders macht.
Fazit
Regenwürmer sind weit mehr als kleine Tiere im Erdreich – sie sind unverzichtbare Helfer für Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenwachstum und das gesamte Ökosystem. Ohne sie wäre unsere Natur deutlich ärmer.