Die landwirtschaftliche Nutzfläche spielt eine zentrale Rolle für die Ernährung, den ländlichen Raum und die Umwelt in Deutschland. Sie umfasst alle Flächen, die für den Anbau von Feldfrüchten, zur Futtergewinnung oder zur Grünlandnutzung genutzt werden.
Anteil an der Gesamtfläche
In Deutschland macht die landwirtschaftlich genutzte Fläche fast die Hälfte der Landesfläche aus. Laut aktuellen Daten beträgt der Anteil rund 47–50 Prozent der gesamten Landesfläche. (Trading Economics)
Konkret heißt das:
- Ca. 47,5 % der Fläche Deutschlands werden als landwirtschaftliche Nutzfläche klassifiziert (Daten World Bank / Trading Economics). (Trading Economics)
- Andere statistische Auswertungen legen den Anteil bei etwa 50,3 % fest, wenn man verschiedene Kategorien der Landnutzung berücksichtigt. (Newsworm)
Deutschland hat eine Gesamtfläche von rund 35,8 Millionen Hektar, davon wurden in den letzten Erhebungen etwa 18 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzt. (Newsworm)
Nutzung der landwirtschaftlichen Fläche
Die landwirtschaftliche Nutzfläche unterteilt sich überwiegend in:
- Ackerland, das für den Anbau von Feldfrüchten wie Getreide, Raps oder Mais genutzt wird.
- Grünland, also Wiesen und Weiden, die vor allem für Tierhaltung und Futtergewinnung dienen.
Beispielsweise entfallen ungefähr 72 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche auf Ackerland, rund 28 % auf Grünland. (Bayerische Landwirtschaft)
Vergleich und Trends
- Deutschland liegt über dem weltweiten Durchschnitt: Der weltweite Anteil landwirtschaftlicher Fläche an der Gesamtfläche liegt deutlich niedriger als in Deutschland. (TheGlobalEconomy.com)
- Historisch war der Anteil in Deutschland etwas höher (über 50 % im Mittel der letzten Jahrzehnte), ist aber tendenziell leicht rückläufig. (TheGlobalEconomy.com)
Entwicklung und Herausforderungen
Die landwirtschaftliche Fläche steht in Konkurrenz zu anderen Nutzungen wie Siedlungsbau, Infrastruktur und natürlichen Lebensräumen. Diese Konkurrenz kann zu einem Rückgang der agrarischen Flächen führen und hat ökologische Auswirkungen, etwa auf Biodiversität, Bodenqualität und Wasserhaushalt. Auch der gesetzlich angestrebte Ausbau des ökologischen Landbaus (z. B. bis 2030) wirkt sich auf die Nutzung und Struktur der Flächen aus. (Umweltbundesamt)
Fazit
Die Landwirtschaft prägt Deutschlands Landschaft: Knapp die Hälfte des Landes wird aktiv landwirtschaftlich genutzt – als Acker oder Grünland. Diese Flächen sind entscheidend für die Lebensmittelproduktion, die Agrarwirtschaft und auch für ökologische Funktionen, stehen aber zugleich im Spannungsfeld mit anderen Anforderungen an Raum und Umwelt.